Buchholz zeigt Hamburg, wo es lang geht

Asche über das Haupt unseres Senates. Trotz diverser Aufforderungen, u.a. von der Landesmitgliederversammlung der Grünen, sogar persönlicher “Zusagen”, etwa vom Chef der BUKEA, dem Herrn Senator Kerstan: In Hamburg bekommen selbst die Bedürftigsten keine Unterstützung für den Erwerb eines Balkonkraftwerks.
Um so erfreulicher, von der kleinen bezaubernden Stadt Buchholz i.d.Nordheide zu berichten, in der die Stadt Buchholz mit einem kleinen Förderbetrag von 80k€ für die Wärme- und Energiewende und großem Engagement bald u.a. auf 31 installierte 390W Solarmodule aus rein deutscher Fertigung (ja, es sind Meyer Burger Module!) blicken kann. In vorbildlicher Zusammenarbeit von Stadt und SoliSolar Hamburg konnten die Buchholzer im örtlichen Baubetriebshof ihre Module abholen und starten nun den Aufbau.

Wir zitieren aus der städtischen Pressemitteilung vom 7.3.24:
Buchholz (hh). „Da irgendwo muss sie doch stehen.“ Petja Classen sucht systematisch den Rand des obersten von 31 Photovoltaik-Modulen ab, die, gestapelt auf einer Euro-Palette, in einer Halle des Buchholzer Kommunalbetriebs auf ihre Abnehmer warten. „Gefunden!“
Der Bauhof-Mitarbeiter hakt auf seiner Liste die passende Seriennummer ab und ein, zwei Minuten später ist das Modul im Laderaum des Kombis von Peter Warncke verstaut.

An erster Stelle steht für mich der Klimaschutz“, sagt Warncke. Deshalb habe er sich gleich drei Photovoltaikmodule (PV-Module) bestellt. Genau 1,14 Kilowatt/Peak werden die drei zusammengeschalteten Balkonkraftwerke unter optimalen Bedingungen liefern. Nach der Installation will seine Familie ihren Stromverbrauch anpassen. Etwa dann bügeln und die Waschmaschine einschalten, wenn die Sonne Strom liefert.

Wir wollten schon immer was machen“, betont Warncke. Der entscheidende Anstoß zur Tat kam dann tatsächlich durch die Veranstaltung „Wie wir unsere Stromrechnung senken“, die das Buchholzer Klimaforum Mitte Januar organisiert hatte. Wie berichtet, hatten rund 100 Buchholzerinnen und Buchholzer den Vortrag vom Verein Lokale Energiewende Solisolar Hamburg besucht. Volker Henkel und Susanne Otto hatten für den Verein des-
sen Programm “In 11 Schritten zum eigenen Sonnen-Strom-Kraftwerk” facettenreich,
kompetent und anschaulich in der Rathauskantine erläutert. Ein wesentlicher Teil des Konzepts: Der Hamburger Verein unterstützt mit ausschließlich ehrenamtlich Aktiven die Energiewende im Norden durch Sammelbestellungen, gemeinschaftliche Aufbautrainings und Montage von Balkonkraftwerken.

Mitte Februar waren alle Bestellungen aufgegeben, Ende des Monats sämtliche 31 Module geliefert und über den Kommunalbetrieb innerhalb von zwei Tagen an die 15 Bestellerinnen und Besteller ausgegeben…”

Im nächsten Schritt organisierte SoliSolar gemeinschaftliche Aufbautrainings und eine gegenseitige Unterstützung der Buchholzer bei der Montage der Balkonkraftwerke. Peter Warncke braucht das allerdings nicht. Der Buchholzer installiert seine Module selbst.

Das erste Team (oben links) aus Buchholz hat die restlichen Materialien, Wechselrichter, Kabel, passende Montagematerialien, vom Lokstedter Lager abgeholt und während der Aufbauschulung auch viel Spaß gehabt. Nach 90 Minuten war alles gut verstaut und jeder wusste, wie die Montagesysteme sicher und zuverlässig aufgebaut werden. Und zwei Tage später hat das zweite Team sein Material abgeholt.

Wir freuen uns schon auf Fotos von den erfolgreich aufgebauten Kraftwerken und werden hier davon berichten

Tägliche Verlosung eins Balkonkraftwerks

Auf der Messe Home² vom 26.-28.1.2024 in den Hamburger Messehallen verlosten wir täglich ein Balkonkraftwerk mit 2ndlifeSolar-370-Modul (370Wpeak), komplett mit Wechselrichter und passendem Befestigungssystem.

Wir danken 2ndlifeSOLAR für die Spende von vier hochwertigen geprüften Recycling-PV-Modulen. SoliSolar ergänzt das Modul um einen 300Watt Wechselrichter und um die passende Unterkonstruktion für die Montage.

Wir gratulieren den Gewinner*innen:

Gewinner am 26.1.2024: Losnummer 1150 von Stefan Z.
Gewinner am 27.1.2024: Losnummer 1168 von Hans-Hermann B.
Gewinner am 28.1.2024: Losnummer 1377 von Robin B.

Einer der Gewinner hat uns besonders schöne Fotos geschickt – und gleich noch ein zweites Modul dazu gekauft:

Die senkrechte Strebe des TRIC F Aufständerungsdreiecks hat er extra passend gekürzt. So passt es perfekt und ist sturmsicher montiert.

Newsletter #4

Ein bisschen stolz sind wir schon: Unser Verein SoliSolar ist erstmalig auf einer Messe vertreten – danke an PV4All und die Zebau für die Anfrage! 

SoliSolar auf der Messe Home2: Wir laden euch für das kommende Wochenende (26.-28.01.2024) herzlich zur Home2-Messe in die Hamburger Messehallen, Halle A3, Stand H01, ein. Insbesondere den Pressetermin „Solarenergie für alle! Selbst gemacht mit PV4All und SoliSolar“ möchten wir Euch ans Herz legen: Erfahrt von Solar-Fachleuten aktuelle Entwicklungen und wie innovative Lösungen die Nutzung von Solarenergie für alle zugänglich machen. Nutzt die Gelegenheit für exklusive Einblicke und Interviews am 26.01.2024 zwischen 11:30 und 12.30 Uhr auf der „Grünen Bühne“ in den Messehallen Hamburg.

Wir konnten zahlreiche Expert*innen für kurze Vorträge und Gespräche gewinnen: Im ersten Teil des Pressetermins berichten einige SoliSolar-istas berichten von unserem Projekt und möchten mit ihren Erfahrungen Interesse für Balkonkraftwerke und den solidarischen Selbstbau von größeren Anlagen wecken.

Hieran anschließend stellen sich mit PV4All und 2ndLifeSolar zwei wichtige Partnerinnen für die solidarische Energiewende vor und verlosen mit uns – und das während der gesamten Messezeit sogar täglich – Balkonkraftwerke.

Im zweiten Teil des Presstermins berichten und diskutieren wir mit einem anerkannten Fachanwalt und Stromnetz Hamburg Lösungen über Chancen für den mehrgeschossigen Wohnungsbau, in dem bisher ein riesiges ungehobenes Potential für die Energiewende für alle liegt.  

Wir sind an allen drei Messetagen an unserem Stand H01 vertreten und freuen uns auf euer Interesse, gute Gespräche zur Energiewende, eure Teilnahme an der Verlosung oder einfach auf ein Wiedersehen! 

Weitere Informationen zur Messe: https://www.home-messe.de/  und zu der Veranstaltung.

Lokale Energiewende vorantreiben: In den letzten Monaten haben wir richtig viele neue Solarkraftwerke an die Balkone, Hauswände, Flachdächer, etc. pp, gebracht. Stand heute sind es schon über 720 – und damit ein Vielfaches dessen, was wir uns bei der Planung unserer ersten Veranstaltung vor fast zwei Jahren vorgenommen haben. Dank auch an Euch für das Mitgestalten der lokalen Energiewende!

Großes Interesse an recycelten Modulen: Unsere Aktion mit recycelten Solarmodulen mit 2ndlifesolar gehört neben den Premium-Modulen von Meyer Burger jetzt zu unserem Standard. Bei der Reservierung einfach ankreuzen!

Termine: Unser Kern-Team ist stetig gewachsen, so dass wir weiterhin sehr viele Informationsveranstaltungen anbieten können, sowohl in Präsenz als auch als Webinar. Hier findet Ihr die neuen Termine, die Ihr sehr gern weiterempfehlen könnt: https://www.solisolar-hamburg.de/termine/

Neue Regeln für Balkonkraftwerke? Seit fast einem Jahr warten wir auf eine neue VDE-Richtlinie zu Balkonkraftwerken, ohne den sogenannten Wieland-Stecker, und mit 800W Power. Solange sie nicht verabschiedet ist, droht eine teure Sicherheitsanalyse im Schadensfall. Und das Solarpaket 1? Immer noch im Bundestag unterwegs und von Lobbyisten umkämpft. So heißt es erst mal weiter: Keine (vorübergehend) rückwärts drehenden Zähler, kein vereinfachtes Anmeldeverfahren und keine EEG-Einspeisevergütung für leistungsstärkere Balkonkraftwerke mit Peak-Leistung über 600 bis 2000 Watt. Licht am Tunnel sind die geplanten Änderungen für Mieter*innen und Wohnungseigentümergemeinschaften: Nach der ersten Lesung im Bundestag vergangene Woche regt sich kein Widerstand: So dürfte dieser große Stolperstein, an dem so viele Hamburger scheitern, die von ihren Vermieter*innen und Wohnungsgenossenschaften schikaniert werden, zügig aus dem Weg geräumt sein: Das Recht auf ein eigenes Balkonkraftwerk kommt. Mehr dazu auch unter Neuigkeiten, z.B. über das Anerkennungsurteil, mit dem die Deutsche Umwelthilfe den Lobbyisten “Haus und Grund” dazu zwang, ein Balkonkraftwerk zu genehmigen.

Sonnige Grüße, Eure SoliSolaristas  

Vom Vogel-TV zur Energiewende: mein solares Abenteuer mit SoliSolar Hamburg

Dirk (l) und Christoph (r)

In den 70er Jahren hatte mein Vater die Idee, auf unserem Flachdach zwei Solarpannels zu montieren. Als ein neugieriger Nachbarsjunge mich fragte, was wir da treiben, antwortete ich schelmisch:
“Wir installieren Fernseher für die Vögel, damit ihnen nicht langweilig wird.”
Fast ein halbes Jahrhundert später brachte mich eine Balkonsolaranlage mit 600 Wpeak im Jahr 2022 zurück ins sonnige Spiel der Photovoltaik. Mein Interesse entfachte von Neuem, und bald schon plante ich, die gesamte Dachfläche mit 9 kWpeak zu bestücken.

Doch der Teufel steckt im Detail:
Welche Panels sind die Richtigen?
Welcher Wechselrichter erweist sich als optimal?
Hoch- oder Niedervolt?
Wie setzen wir die Dachhaken am besten?
Ist Blitzschutz, und Potentialausgleich Luxus oder essentiell?
Wer nimmt die Anlage ab, um sie beim Netzbetreiber anzumelden?

Halbzeit

Inmitten dieser Fragen fand ich bei SoliSolar nicht nur Antworten, sondern auch tatkräftige Unterstützung. Hilfreich war auch, dass ich bei einer Montage auf einer anderen Baustelle von SoliSolar mitwirken durfte, bevor ich mich an mein eigenes Dach wagte. Die Expertise von SoliSolar erwies sich als Schlüssel für den Erfolg. Mit ihrer Hilfe ging meine 9,02 kWpeak-Anlage im August 2023 ans Netz, und schon im ersten Monat konnte ich sechsmal mehr Strom einspeisen, als ich verbrauchte. Eine wahre Energieernte, die ohne die unschätzbare Hilfe von SoliSolar nicht möglich gewesen wäre. Mein Dank für dieses solarbetriebene Abenteuer ist riesig!
Christoph

Technische Daten
22 Module Trina Solar Glas/Glas 410WP in Summe 9.02KW
– 12 Module Südwestausrichtung 12,5° Dachneigung
– 10 Module  Nordost 25° Dachneigung
Hybridwechselrichter: Goodwe GW8KN-ET
Überspannungsschutz: Envitec DC/Typ II/2 Mppt

Rekord: Drei Balkonkraftwerke an einem Haus

Drei engagierte Balkonistinnen haben uns folgenden Beitrag geschickt. SoliSolar gratuliert, und wir drücken Euch die Daumen, auf dass es bald noch mehr Kraftwerke an Euren Balkonen werden:

Wir sind so stolz! Und mit wir meine ich uns Aktivistinnen der Energiewende im Wiesingerweg 24. Wir Drei (zwischen 98 und 58 Jahre jung) wollten ein Zeichen für die Energiewende setzen und etwas tun, statt untätig abzuwarten, bis andere unser Klima retten. Und das haben wir im Rahmen unserer Möglichkeiten tatsächlich geschafft – wir produzieren einen Teil unseres Strombedarfs jetzt mit Hilfe der Sonne selbst!

Ohne die Unterstützung von SoliSolar Hamburg und lieben NachbarInnen würden wir ganz sicher keine Balkonkraftwerke für die Sonnenernte nutzen. Der gelebte Solidar-Gedanke hat es möglich gemacht, dass die Module, der Wechselrichter und das Befestigungsmaterial von Solar-AktivistInnen zu uns transportiert wurden, denn wir Mädels haben kein Auto. Auch bei der Montage waren wir für Unterstützung sehr dankbar und haben die Installation Stück für Stück realisiert.

Nachdem das Material angekommen war, galt es zunächst die Befestigungen der Balkonkraftwerke zu montieren. Sobald das Wetter passte, konnten wir nach einem kurzen Rundruf im Haus die Schienen in Nachbarschaftshilfe schnell anbringen. Das war eine leichte Aufgabe – zunächst haben wir die Schienen provisorisch mit Kabelbindern fixiert und dann in Ruhe mit den bereitgestellten Schrauben und Metallhaltern befestigt.

Bei der Montage der Module brauchte es dann noch einmal Power von Solar-Aktivisten, denn mit weniger als drei anpackenden Personen ist die Montage eines Moduls kaum zu schaffen: zwei halten das Modul, einer schraubt. Und klar, jeder hat etwas beizutragen: zwei weitere Aktivistinnen verwöhnen das Team mit warmen Kaffee und leckeren Plätzchen – so wird aus einem Montagetermin ein fröhliches Event :-))

Ihr seht, mit gemeinsamer Kraft bekommen wir fast jede Herausforderung gemeistert. So freuen wir uns, im jetzt schönsten Haus der Straße zu leben und fleißig Sonne zu ernten.”

Tipps für’s Gründach und Monitoring mit shelly

Ekkehart hat ein Balkonkraftwerk von Solisolar mit Unterkonstruktion K2 Systems S.Dome 6.10 auf sein Gründach gesetzt und uns folgende Tipps für Euch geschickt:

Hier sind ein paar Anmerkungen bzgl. meiner PV-Anlage. Die sind vielleicht zu detailliert, aber ich dachte, dass meine Lösungen für einige hilfreich sein könnten.

Zur Aufstellung auf Gründach

Als Ballast werden Beton-Gehwegplatten (50 cm x 50 cm x 5 cm, 30 Kg), die beim K2-Dome-System auf “Portern”, die auf die Schienen aufgesetzt sind, verwendet. Leider ist der Haftreibungskoeffizient zw. dem Metall und Beton nicht sehr groß, sodass sich die Platten leicht verdrehen lassen.

Man muss damit rechnen, dass dies passiert, wenn Wartungspersonal für das Gründach unterwegs ist. Ich habe, um das Verdrehen der Platten zu verhindern, 5 mm Gummipads
an jeweils zwei Plattenenden zwischen Schiene und Gehwegplatte gelegt. Um seitliches Verkippen zu verhindern, habe ich Mauersteinbruchstücke unter die Platten an deren Ecken gelegt, damit diese die PV-Pannels nicht an der Rückseite beschädigen können. Dabei habe ich einen kleinen Spalt zw. Mauerstein und Gehwegplatte gelassen, damit die Last der Platten nach wie vor nur auf die Schienen wirkt.

Um die K2-Montagevorrichtung etwas scherfester zu machen [ein Gründach
ist nicht als eben im mathematischen Sinne anzusehen ? ] scheint es mir angebracht, die Windleitbleche mit vier anstelle von zwei Schrauben zu montieren.

Die K2-Montagevorrichtung habe ich außerdem mit einem 3 mm Niro-Seil an einem Dachanker gesichert.

Zu Betrieb und Betriebsüberwachung

In die netzseitige Zuleitung zum Wechselrichter ist ein Shelly Plus 1PM Schalter eingeschleift, bei dem ich alle 10 Min. den Status abfrage. Das geschieht automatisiert mittels Cron-Job auf einem Raspberry Pi, der mit ‘curl’-Kommando den Webserver des Shelly-Schalters zur Ausgabe des Status (Spannung, Strom, Leistung, Energie etc.) bewegt.

Mit dem Raspberry Pi erzeuge ich per Python-Script einen Plot mit dem Tagesverlauf von Leistung und Energie. Da die vom Shelly ausgegebene Leistung fluktuiert, berechne ich ein 10-Minuten-Mittel der Leistung aus der Total-Energie.

Der Plot-File wird auf meinen Webserver hochgeladen und in eine Webseite eingebunden:   https://tessmer-hamburg.de/pv Auf diese Weise bin ich nicht auf die Shelly-Cloud angewiesen.

Da der Wechselrichter in der dunklen Jahreszeit zu einem Großteil der Zeit zu Untätigkeit verdammt ist und Strom verbraucht, lasse ich den Shelly-Schalter bei Sonnenuntergang per ‚Advanced Schedule‘ in den ‚Aus‘-Zustand bringen. Bei Sonnenaufgang wird der Wechselrichter entsprechend eingeschaltet.

Beim Shelly-Schalter habe ich die Funktionen ‘Access-Point’ und ‘Bluetooth’ abgeschaltet. ‘Eco mode’ ist ausgewählt, um etwas Strom zu sparen.

Um ohne Stromzange testen zu können, ob durch die Gleichstrom-Leitungen der PV-Module überhaupt Strom fließt, kann man bei hinreichendem Sonnenenergieeintrag einen Magnetkompass in sehr kurzem Abstand einmal oberhalb bzw. unterhalb einer einzelnen Zuleitung des Moduls positionieren.

Die Kompassnadel schlägt dann jeweils zu verschiedenen Seiten aus, was beweist, dass Strom durch die Zuleitung fließt.

Nun hoffe ich auf sonnenenergieertragreichere Zeiten.

Schallende Ohrfeige einem großen Kieler Eigentümerverein

Fast ein ganzes Jahr Verzögerungstaktik um die Genehmigung eines kleinen 600 Watt Balkonkraftwerkes – aber die Argumente des Hamburger Anwaltes Dr. Dirk Leger im Auftrag der Deutsche Umwelthilfe waren so gnadenlos gut, dass die Klage des Mietenden vollumfänglich zu einem sogenannten Anerkennungsurteil geführt haben – das Balkonkraftwerk ist damit genehmigt und ebnet für viele andere Fälle den Weg. Die beklagte Vermieterin, Haus und Grund Kiel, die zugleich auch einen großer bundesweit aktiver Eigentümerverein darstellt, hat damit klein beigegeben und ihre eigenen Argumente für chancenlos angesichts der Klagebegründung angesehen.
Die Klagebegründung ist lesenswert, denn sie fasst die wichtigsten Argumente gegen die üblichen Einwände der Vermietenden gut zusammen. Nicht locker lassen, die Vermietenden mit diesen Argumenten direkt konfrontieren, vor allem aber nicht gleich nach der ersten Ablehnung aufgeben – das ist unser Rat.
Schade natürlich, dass die Vermieterin es durch das Anerkennungsurteil elegant vermeiden konnte, dass ein Gericht ihre Argumentation zerlegt, bewertet und mehr rechtliche Klarheit schafft.

Erfolgreich: Balkonkraftwerke in Neu Wulmstorf installiert

Schon einen Monat nach dem 2. KlimaForum war es am 19. Juli soweit: die PV-Module und das Montagematerial der ersten Sammelbestellung für die Balkonkraftwerke der Solarinitiative im KlimaForum wurden an die Besteller ausgeliefert.

Möglich wurde dieses durch die enge Zusammenarbeit des SolarTeams Neu Wulmstorf mit SoliSolar Hamburg e.V. und das große Engagement der Neu Wulmstorfer Balkonkraftwerk-Gruppe.

Persönliche Kontakte im Vorfeld, vor allem aber der Vortrag von Volker Henkel (SoliSolar Hamburg e.V.) beim 2. KlimaForum am 18.6. sorgten für eine wachsende Zahl an Kaufinteressenten, die Sonnenstrom für den eigenen Haushalt nutzen wollen. Dann musste es schnell gehen, um rechtzeitig die Mindestanzahl von 30 bestellten Modulen für die direkte Anlieferung der Spedition nach Neu Wulmstorf zusammen zu haben. Eine Schulung durch Volker Henkel und seinem Team wurde zeitnah organisiert. Die Erfahrung von SoliSolar Hamburg lieferte das Fundament dafür, dass auch in Neu Wulmstorf Ratschläge und Unterstützung bei der Montage der Balkonkraftwerke gegeben werden konnten und so die Sonne zur privaten Stromerzeugung genutzt wird.

Denn die schnell und einfach zu installierenden Balkon-Photovoltaik-Anlagen können vor allem den eigenen Geldbeutel entlasten. Sie leisten aber auch einen aktiven Beitrag zur Energiewende und zur Reduzierung von CO2-Emissionen. Mittlerweile sind solche Anlagen ein kostengünstiger und unbürokratischer Schritt in diese Richtung. Zumal sie nicht nur Platz am Balkon oder an der Fassade finden, sondern z.B. auch auf kleineren
Reihenhaus-Dächern oder auf Flachdächern montiert werden können (s.
Fotos).

Für alle, die jetzt Interesse am eigenen Solarkraftwerk haben: Eine zweite Sammelbestellung für Neu Wulmstorf ist in 2024 geplant!

Informationen dazu und zu weiteren Themen rund um die Solarenergie gibt es direkt bei der Solarinitiative (solar@klimaforum-neu-wulmstorf) oder bei den regelmäßigen Treffen an jedem 1. Montag im Monat ab 19.00 Uhr in der Cafeteria des Familienzentrums (Ernst-Moritz-Arndt-Straße 14, 1. OG).

Für das Team:
Reinhard Hogrefe
Weitere Informationen gibt es unter:
www.klimaforum-neu-wulmstorf.de

Und hier auf Seite 18 der Original-Artikel im Gemeindeblatt

Auch die Kinder wissen jetzt Bescheid!

Mit viel Spaß und Forscherdrang haben am letzten Juni-Wochenende bei schönstem Sonnenschein mehr als 150 Gäste der junge altonale unseren SoliSolar-Stand besucht.

Als dritte Anlaufstelle des Umwelt-Parcours haben wir spannende Solar-Installationen für die jungen Umweltschützer und Forscher zum Ausprobieren anbieten können. Vom mit Solar angetriebenen Windrad, über eine bei Sonnenschein erfrischenden Seerose bis hin zu einem mit Mini-Solarpanel eingespeisten Wasserstoffmobil gab es viel Staunen, Ausprobieren und Nachfragen bei den Kindern. Unsere SoliSolar-Experten hatten eine Menge Spaß beim Austausch mit den Kindern und sind beeindruckt, mit wieviel Ernsthaftigkeit und Interesse so mache Frage nach Lösung unserer Energiebedarf selbst von den kleinsten Gästen gestellt wurde.

Parallel zum Parcour konnten man sich über wichtige Details zu Sonnenstromkraftwerken an einem Testaufbau informieren. Der Testaufbau, genannt “Das DIRK”, wurde dankenswerterweise von der Nachbarschaftsgruppe NebenanSolar aus Ahrenburg bereitgestellt und konnte die Dimensionen eines Sonnenstromkraftwerkes anschaulich demonstrieren. Auch das Team des Fab City Hamburg e.V. hatte sich unserem Stand am Samstag angeschlossen und zeigen können, warum es Sinn macht, sich mit dem Thema „Schatten“ zu beschäftigen, wenn man sein Sonnenstromkraftwerk plant.

Wir haben uns sehr über das große Interesse gefreut und viele offene Fragen beantworten können – jetzt sind wir schon sehr gespannt, wie viele Sonnenerntehelfer wir hierbei gewinnen konnten.

Das Rollout brummt

Mitte März ging es bei uns wieder richtig zur Sache. In ein und der selben Woche gleich zwei besondere Ereignisse. Zum einen ging unser 300stes Balkonkraftwerk durchs Garagentor – an eine Gemeinschaft in Lokstedt, die gleich 4 Kraftwerke je 600 Watt für ihre Flachdächer abholte.

Zwei Tage später kam die bisher größte Wohnungseigentümergemeinschaft zu uns, um reservierte Kraftwerke für direkte Montage am Balkon und auf einer Pergola abzuholen. Voll durchorganisiert passten alle 12 Module für 7 Kraftwerke und sogar extra lange Schienen für die Pergola in den Transporter.

Und wo steckt unser Balkonkraftwerk mit der weitesten Anreise? In der Toscana.