Moin aus Lokstedt und viele Grüße von glücklichen neuen Besitzern eines Balkonkraftwerks!
ihr habt es mit eurem tollen Support und der niedrigschwelligen Bereitstellung von Informationen und letztendlich dem unkomplizierten Beschaffen des Balkonkraftwerks leicht gemacht im Club der Solarstromnutzer anzukommen.
Für den Aufbau benötigt man auf jeden Fall 2 tatkräftige Handpaare, dann ist es mit etwas Geduld und Schwindelfreiheit zusammen gut zu schaffen. Der Aufbau der Aufhängung und der Montage der 3 Module hat uns ungefähr 3 Stunden gekostet, das Verkabeln und alles schick machen und sichern nochmal 3 Stunden.
Nun blinkt der Wechselrichten schon morgens um kurz nach 6 Uhr (im April!) fröhlich grün und der Strom fließt in unseren Stromkreislauf.
Die größte Herausforderung war das Überhängen an der Brüstung. Die Sorge etwas fallen zu lassen war groß und mit 2x Umgreifen sind auf jeden Fall etwas längere Arme von Vorteil.
Mit der zusätzlichen Sicherung der Winkel mit einem Bolzen sind wir sehr zufrieden und so schnell wackelt da nix.
Die Nachbarn verfolgen das Spektakel interessiert und die ein oder andere Nachfrage ist auch schon entstanden. Mit Balkonen komplett in Südausrichtung sind hier noch viele Optionen auf weitere Interessenten, wir werden die Infos dazu bei Bedarf weitergeben und an Euch verweisen.
Die Formalitäten mit Versicherungen und Marktstammregister ist schnell gemacht. Vor der Installation war am aufwändigsten die Klärung mit der Genossenschaft. Leider wurde nur sehr verzögert und mit mehrmaligen Erinnerungen reagiert. Die dann geforderten Auflagen sind nicht auf den Einzelfall ausgelegt, so war die Prüfung des Stromkreises durch eine Fachkraft gefordert, bei einem brandneuen Neubau wohl mehr als überflüssig. Die XXXXXXXXX [Der Name der Genossenschaft ist SoliSolar bekannt] ist da leider noch der Zeit hinterher und fördert die Mitglieder hier nicht. Auch sind die Informationen nur schwer und umständlich auf der Homepage zu finden.
Angeblich wird nun bei einer Sanierung der Nachbargebäudes eine große senkrechte Solarfläche installiert, vielleicht kommt es zu einem Umdenken.
Diese verflixten Bypass-Dioden. Ursprünglich hatte jedes Modul nur eine einzige Diode. Wenn auf dem Dach eine lange Kette aus Modulen in Serie geschaltet ein Modul verschattet oder teilverschattet ist, dann kann der Strom über die Bypass-Diode einfach “über das Modul rüberspringen”, ohne große Einbußen. Ohne Bypass-Diode stände quasi jemand auf dem Schlauch, und nix läuft mehr. Hier ist der technische Hintergrund sehr anschaulich erklärt.
Erfreulicherweise haben heute qute Module mehr als nur eine Bypassdiode, und dann kann man diesen Effekt gut für teilverschattete Balkonkraftwerke nutzen, denn am Balkonkraftwerk sollte jedes Modul einen eigenen Eingang am Wechselrichter haben, d.h., es gibt keine langen Ketten aus mehreren Modulen sondern nur mehrere lange Ketten aus mehreren Zellen innerhalb jedes Moduls.
Was bedeutet das jetzt konkret? Das hängt vom Design der PV-Module ab. Denn es gibt Module mit Querstring-Design (z.B. Heckert Solar nemo 4.2). Meistens aber haben die Module ein Längsstring-Design.
Es gibt daher einen spannenden Unterschied zwischen dem Heckert-Modul und dem gängigen Twin-Design, jeweils leicht erkennbar an der Orientierung der länglichen Halbzellen:
Querstring-Design
Querstring-Design mit 4 Bypass-Dioden kleinste entkoppelte Zone rot
Das Querstring-Design unterteilt das Modul in vier separate Zonen. Wenn wir die Module im Landschaftsformat (quer) aufhängen und ein Schatten (z. B. durch ein Fallrohr, einen Pfosten, eine vertikale Mauerkante) von der Seite über das Modul wandert, schaltet das Modul die Leistung in 25 %-Schritten ab.
Twin-Design
Twin-Design mit 3 Bypass-Dioden kleinste entkoppelte Zone rot
Beim Twin-Design ist das Modul in eine rechte und eine linke Hälfte unterteilt, die parallel angeschlossen sind. Hat das Modul drei Bypass-Dioden, sind die separaten Zonen streifenweise übereinander angeordnet. Wenn ein Schatten von unten nach oben wandert (horizontale Schattenkante), dann reduziert das Modul die Leistung in 33%-Schritten. Dank des Twin-Designs besteht jeder Streifen aus zwei (weitgehend) entkoppelten Hälften. Dadurch entstehen insgesamt 6 (weitgehend) unabhängiger Zonen.
Vergleich bei vertikaler Schattenkante
Da Module am Balkon im Querformat liegen, ist das Heckert-Design ein echter Joker. Wandert eine vertikale Schattenkante von der Seite ins Modul, schaltet das Modul die Leistung feinstufig in 25 %-Schritten ab (100 % → 75 % → 50 % → 25 % → 0 %). Beim üblichen Twin-Design würde schon eine vertikale Schattenkante am Rand sofort dazu führen, dass 50% der Leistung wegfallen, denn das Modul schaltet die Leistung grober in 50%-Schritten ab (100 % → 50 % → 0 %).
Vergleich bei horiz. Schattenkante
Da Module am Balkon im Querformat liegen, ist das Querstring-Design à la Heckert bei horizontaler Schattenkante benachteiligt, denn der Schatten beeinrächtigt alle Zonen zugleich. Heckert würde bei einem seitlichen Schatten sofort ‘dichtmachen’ (100 % → 0 %). Das üblichen Twin-Design dagegen ist der Joker, denn das Modul schaltet relativ feinstufig in 33% Schritten ab (100 % → 66 % → 33 % → 0 %).
Fazit für die Montage im Hochformat
Die vorherrschende Richtung der Schattenkante bestimmt das optimale Design:
Balkonist Johannes hat sich ein System überlegt, mit dem er für sein Balkonkraftwerk auf dem Flachdach mehr als nur die mit dem S-Dome 6.10-System möglichen 10% Neigung erreichen kann. Damit kann er seinen Jahresertrag bei ca. 25° Neigung locker um 5% steigern.
Da wir hierfür keine statische Berechnung für die Sturmsicherheit machen können, sollte der Neigungswinkel eher knapp ausfallen, das Gewicht zum Beschweren für die Sturmsicherheit aber um so üppiger!
Wir schauen hinter die Kulissen:
Er schreibt dazu: “Auf unserem Flachdach lege ich immer Bauschutzmatten drunter. Kosten [..] ca 10 Euro. Dann die Träger, dann 1 m lange Randsteine quer auf beide Träger. Die wiegen je nach Höhe entweder 18 kg oder 28 kg. Kosten: 2 bis 4 Euro. Danach ist alles schon sehr stabil. Darauf lege ich dann Pflastersteine. Gewicht: 2.5 bis 3.5 kg. Pflastersteine sind deutlich leichter auf das Dach zu schaffen. Aus meiner Sicht ist das wahnsinnig stabil so. Außerdem habe alle Panele noch jeweils mit einer Kette festgemacht… Die Bilder zeigen einen Zwischenstand, damit man die Randsteine unten noch erkennen kann. Danach kann man natürlich so viele Pflastersteine auflegen, wie man will.”
Das System TRIC setzen wir bevorzugt aufgeständert am Balkon oder an der Fassade ein. Fürs Nachbauen einfach “TRIC Fassade” reservieren. Und Steine schleppen!
16. Februar 2026: Steigende Energiepreise belasten Haushalte mit geringem Einkommen besonders stark. Für viele machen Strom- und Heizkosten einen immer größeren Anteil der monatlichen Ausgaben aus. Um gezielt zu entlasten, unterstützen die Hamburger Energielotsen gemeinsam mit dem Caritasverband für das Erzbistum Hamburg e.V. mit einem kostenfreien Service für einkommensschwache Haushalte. Das Angebot bietet
Energieberatung am Telefon,
Stromspar-Checks zu Hause,
praktische Alltagstipps und Zuschüsse sowie
Unterstützung bei der neuen Hamburger Balkonkraftwerk-Förderung.
Ziel ist es, Energiesparen niedrigschwellig, verständlich und praktisch umsetzbar zu machen.
Strom vom Balkon: Solarenergie für Haushalte mit geringem Einkommen
Mit dem Förderprogramm „Balkonkraftwerk – Förderung für Haushalte mit geringem Einkommen“ ermöglicht die Stadt Hamburg den Zugang zu Solarstrom auch für Mieter:innen und Haushalte mit knappen finanziellen Spielräumen. Gefördert wird die Anschaffung steckerfertiger Balkonsolaranlagen mit bis zu 90 Prozent der Kosten bis 500 Euro. Antragsberechtigt sind unter anderem Haushalte, die Bürgergeld, Sozialhilfe, Grundsicherung, Wohngeld, BAföG, Kinderzuschlag oder Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz beziehen sowie Haushalte mit Einkommen unterhalb des Pfändungsfreibetrags. Volker Henkel vom Verein SoliSolar-Hamburg erklärt: „Wer schnell mitmacht, kann sich über unsere Webseite anmelden und auch den 10 % Eigenanteil bis zur Förderobergrenze von uns bekommen“. Die Antragstellung erfolgt über die Caritas. Ergänzend begleiten die Ehrenamtlichen von SoliSolar die Haushalte bei der Auswahl geeigneter Balkonkraftwerke und bieten praxisnahe Unterstützung auch für schwierigere Bedingungen.
Stromsparcheck
Wie können Sie Ihre Strom- und Heizkosten senken?
Worauf sollten Sie im Alltag achten?
Welche Möglichkeiten haben Sie als Mieter:in aktiv Energie zu sparen?
„In jedem Haushalt steckt Sparpotenzial, entweder durch kleine Anpassungen im Nutzverhalten, einfache Maßnahmen oder den Austausch von Geräten. Durch die enge Zusammenarbeit von den Hamburger Energielotsen mit der Caritas und der Stadt Hamburg entsteht ein Beratungs- und Förderangebot, das finanzielle Entlastung schafft und Menschen befähigt, aktiv an der Energiewende teilzuhaben”, erklärt Peter-M. Friemert, Koordinator der Hamburger Energielotsen. Ein zentraler Baustein des erweiterten Angebots der Hamburger Energielotsen ist die kostenfreie Energiespar-Beratung. Im Fokus steht die einfache und direkte Hilfe im Haushalt: Bereits mit kleinen Maßnahmen, lassen sich Strom- und Heizkosten sowie der Wasserverbrauch deutlich senken. Gerade die Heizenergie macht mit rund 70 >Prozent den größten Anteil am Energieverbrauch beim Wohnen aus. Über die Telefon-Hotline der Hamburger Energielotsen erhalten Ratsuchende eine erste Orientierung und Weiterleitung. Ergänzend dazu bietet der bundesweite Stromspar-Check von Caritas und Bundesverband der Energie- und Klimaschutzagenturen Deutschland (eaD) eine persönliche Beratung an, mit der Haushalte ihre Energiekosten um bis zu 300 Euro pro Jahr senken können. „Unsere Aufgabe ist es, dort anzusetzen, wo finanzielle Sorgen und Unsicherheit den Alltag bestimmen, mit praktischer Unterstützung rund um den Energieverbrauch, die direkt entlastet“, erläutert Christoph Dreger, Leitung Stromspar-Check.
Alle 2 bis 3 Wochen führen wir eine Sammelbestellung für Balkonkraftwerke durch – ein Schnäppchen zum Großhandelspreis ! Vor unserer Sommerpause machen wir Mitte Mai die letzte große Sammelbestellung. In den Sommermonaten arbeiten wir mit reduzierter Power.
Sinkende Einkaufspreise machen die Balkonkraftwerk nun noch günstiger: Fabrikfrische Komplett-Kraftwerke mit CSW-Modulen Made in Wismar oder mit recycelten Modulen von 2ndLifeSolar..
Aktuelle Wechselrichter: Hoymiles HMS800W (1-2 Module) HMS 1600 (3 oder 4 Module). Aktuelle Speicher: Marstek Venus A, Aktuelle Module: CSW Saphire 435W full black (Made in Germany), 2ndLifeSolar: Solarfabrik S3 405,
Wir bekommen laufend neue PV-Module und Unterkonstruktionen von unseren Großhändlern ausgeliefert. Deshalb brummt die Materialausgabe in unserem Lokstedter Lager.
Und wieder gibt’s eine ganze Palette gebrauchter 2ndLifeSolar-Module, alle mit 405 Wp, mit 2J Garantie und professionell geprüft.
Unsere aktuellen Selbstkosten variieren je nach Liefersituation; daher stehen sie immer erst zur Auslieferung genau fest, aber hier ist der heutige weitgehend stabile Stand:
Unsere Selbstkosten
Aktuell (Stand Mitte Juni 26) erwarten wir folgende Selbstkosten für komplette Balkonkraftwerke inkl. Anschlusskabel, Wechselrichter und professioneller Unterkonstruktion. Kraftwerke mit 1 Modul werden mit hoymiles HF-800WB, bei 2 Modulen mit hoymiles HMS800WB 800 Watt-Wechselrichter, mit 3 oder vier Modulen mit hoymiles HMS1600 1600 Watt-Wechselrichtern ausgestattet, die auch auf 800W gedrosselt werden können. Dies gibt dir eine erste Orientierung:
Selbstkosten Balkonkraftwerk mit CSW Sapphire 445 Wp fullblack sein, Made in Wismar, Glas/Folie, schwarzes Backsheet, schwarzer Rahmen, 3 Bypass Dioden, 14€ günstiger je Modul. 3 Bypass-Dioden.
Unterkonstruktion
1 Modul
2 Module
3 Module
4 Module
TRIC F Balkon (aufgeständert)
250 €
400 €
640 €
800 €
TRIC F Fassade
240 €
380 €
610 €
760 €
SingleRail Balkon SolidRail Balkon
230 €
350 €
580 €
710 €
SingleRail Fassade/Dach
210 €
330 €
540 €
670 €
S-Dome je 2 Schienen Flachdach/Terrasse
240 €
380 €
620 €
770 €
S-Dome gemeinsame Schienen
350 €
570 €
710 €
Betonhalterung
280 €
470 €
750 €
950 €
CSW Sapphire 445 Wp
Selbstkosten Balkonkraftwerk mit 2ndLifeSolar (Module ~ 405 Wp, 3 Bypass-Dioden), weißes backsheet, Halbzellen, geprüfte unbenutzte recycling-Ware, u.U. mit leichten Kratzern, 2 Jahre Garantie und Gewährleistung. Je Modul ~ 20 € günstiger als das CSW-Modul Die nächste Lieferung kann hiervon abweichende technische Eigenschaften haben.
Unterkonstruktion
1 Modul
2 Module
3 Module
4 Module
TRIC F Balkon (aufgeständert)
230 €
370 €
590 €
730 €
TRIC F Fassade
220 €
340 €
560 €
690 €
SingleRail Balkon SolidRail Balkon
200 €
300 €
500 €
610 €
SingleRail Fassade/Dach
190 €
280 €
460 €
560 €
S-Dome je 2 Schienen
220 €
340 €
560 €
690 €
S-Dome gemeinsame Schienen
310 €
510 €
630 €
Betonhalterung
270 €
430 €
700 €
880 €
2ndLifeSolar
Wenn du auch einen Speicher einsetzen willst, lies zuerst unseren Artikel dazu, denn in den meisten Fällen ist das Spielerei, Geldverschwendung und schlecht für die Umwelt. Als Sammelbestellung unterstützen wir aktuell ein Modell von Marstek, du kannst aber gern auch dein Wunschmodell selbst beschaffen. Enthält dein Speicher bereits den Wechselrichter, dann bekommst du das Balkonkraftwerk ohne Wechselrichter entsprechend günstiger.
Option
Beschreibung
Kosten (geschätzt)
ohne Wechselrichter, ohne Speicher
bei 1 oder 2 Modulen
– 95 €
ohne Wechselrichter, ohne Speicher
bei 3 oder 4 Modulen
– 170 €
Speicher Marstek Venus A, integrierter Wechselrichter
Aber nochmal: du bestimmst selbst deinen Solidarpreis, und wir achten lediglich darauf, dass im Schnitt unsere Selbstkosten nicht unterschritten werden. Als Teilnehmer einer unserer Veranstaltungen – oder von Deinen Freunden und Bekannten, die schon ein SoliSolar-Kraftwerk haben – bekommst du einen Link, mit dem du dich auf die Reservierungsliste setzen kannst. Und wenige Wochen später kannst du das Material in Lokstedt abholen – sofern wir nicht gerade eine maßgeschneiderte Sammelbestellung für deine Region durchführen.
Datenblätter, Montageanleitungen und Zertifikate z.B. für die Anmeldung findest du hier.
Ein Vermieter in Hamburg (eine der großen Wohnungsgenossenschaften) wollte gerichtlich erreichen, dass ein Mieter sein Balkonkraftwerk wieder abbaut – und ist damit gescheitert. Das Urteil (hier der vollständige Text) ist für viele Mieter und Vermieter wichtig, weil es zeigt, unter welchen Bedingungen ein Balkonkraftwerk in einer Mietwohnung zulässig sein kann. Das Verfahren (Az. 714 C 160/25) führte der Mieter mit Unterstützung der Rechtsanwälte Günther und ist inzwischen rechtskräftig geworden. Bei der Klägerin handelt es sich um eine größere Wohnungsbaugenossenschaft.
Kernaussage des Urteils
Das Gericht entschied, dass der Vermieter den Rückbau des Balkonkraftwerks nicht verlangen kann, obwohl er seine Zustimmung vorher verweigert hatte. Die Begründung des Vermieters, sein Haftungsrisiko sei trotz privater Haftpflichtversicherung des Mieters nicht ausreichend abgesichert, hielt das Gericht für nicht überzeugend.
Sicherheit und neue Produktnorm
Das Gericht verwies auf die seit dem 1.12.2025 geltende Produktnorm, nach der ein Schukostecker für Balkonkraftwerke nun grundsätzlich auch vom VDE zugelassen ist. Zusätzlich berücksichtigte das Gericht, dass der Mieter bereit war, regelmäßig Prüfprotokolle zur Sicherheit vorzulegen und eine Bestätigung seiner privaten Haftpflichtversicherung vorlag.
Ablehnung allgemeiner Bedenken
Allgemeine Einwände wie Blendwirkung, optische Beeinträchtigung der Fassade oder mögliche Beschwerden anderer Mieter wegen Verschattung wurden in diesem konkreten Fall zurückgewiesen. Da der Mieter selbst Handwerker ist, sah das Gericht keinen Anlass, an einer fachgerechten Montage des Balkonkraftwerks zu zweifeln.
Praktischer Hinweis für Mieter
Wer ein Balkonkraftwerk samt Halterung über SoliSolar bezieht, kann zusätzlich eine Prüfung der fachgerechten Montage vor Ort beauftragen. Diese Prüfung wird schriftlich bestätigt und kann Vermietern als Nachweis für eine sichere und fachgerechte Installation dienen. Denn mit unseren Befestigungssystemen (Unterkonstruktionen) kennen wir uns wirklich bestens aus!
Im Detail
Das Urteil des Amtsgerichts Hamburg-Wandsbek vom 02.12.2025 (Az. 714 C 160/25) stellt klar, dass Vermieter die Installation eines Balkonkraftwerks durch Mieter grundsätzlich nicht verweigern dürfen.
Die mündliche Verhandlung erstreckte sich über fast zwei Stunden, in der die Vertreter der Wohnungsbaugenossenschaft mit erheblicher Vehemenz argumentierten. Beide Geschäftsführer der Wohnungsbaugenossenschaft meldeten sich engagiert zu Wort. Doch auch die Salami-Taktik vorher war schon unglaublich! Hinhalten, hinhalten, hinhalten.
Das Gericht wies die Klage der Vermieterin auf Rückbau der Anlage ab und gab der Widerklage des Mieters auf Zustimmung zur Montage statt. Der Anspruch des Mieters basiert auf dem neuen § 554 Abs. 1 Satz 1 BGB, der bauliche Veränderungen zur Stromerzeugung durch Steckersolargeräte privilegiert.
Die zentrale Frage war die Zumutbarkeit für die Vermieterin. Das Gericht erachtete die pauschalen Bedenken der Klägerin bezüglich erhöhter Haftungsrisiken und des Verwaltungsaufwands als unbegründet und hinnehmbar.
Entscheidend für die positive Entscheidung waren folgende Punkte:
Die verwendeten Module und der Wechselrichter halten alle sicherheitsrelevanten Normen ein.
Der Mieter ist selbst Elektrofachmann (Industriemeister Elektrotechnik), was eine fachmännische Installation nahelegt.
Der Mieter verfügt über eine private Haftpflichtversicherung, die Schäden durch das Balkonkraftwerk abdeckt und das Risiko des Vermieters mindert.
Der Anschluss über den Schutzkontaktstecker (Schukostecker) ist durch die neue DIN VDE V 0126-95, die kurz vor dem Urteil in Kraft trat, grundsätzlich zugelassen.
Das Gericht urteilte, dass das Interesse des Mieters an einer kostengünstigen Energieversorgung und Teilhabe an der Energiewende die generellen Bedenken des Vermieters überwiegt. Die Unzumutbarkeit muss stets im Einzelfall substantiell dargelegt werden.
Im August erhielten wir von einem unserer Balkonisten diesen Erfahrungsbericht zur Montage seiner Steckersolar-Dachanlage. Die Anlage ist mit Dachhaken Typ Vario2 von k2 Systems für Betonpfannen über sog. k2 Climber und k2 Singlerail Schienen befestigt. Als “Persönliche Schutzausrüstung” PSA bei den Dacharbeiten hatten wir eine Lifebelt-taugliche Schwimmweste und ein stabiles Seil verliehen. Auf dem begrünten Gartendach ist das System S-Dome 6.10 von k2 systems montiert, ohne Bohren nur mit Gewichten sicher beschwert. Der Balkonist ist unserer Empfehlung gefolgt und hat den Wechselrichter nicht in der Cloud angemeldet. Stattdessen wurde ein WLAN Messgerät Typ OpenDTU mit komfortablem Display installiert. So werden keine Daten nach China übertragen – und Hackern wird das Leben schwer gemacht. Da hat jemand unseren FaQ erst genommen! Hier nun sein Bericht:
Montage des Balkonkraftwerks, Hamburg, den 03.08.2025 Es wurden drei Module montiert. Für die Montage der beiden Module auf dem Dach haben wir ein Gerüst aufgestellt.
Dann haben wir uns zunächst mit dem Handling der Schindeln auf dem Dach vertraut gemacht. Die Montage der Variohooks war danach relativ einfach.
Mit Gerüstaufbau haben wir zu zweit dafür ca. 6 Stunden gebraucht. Eine kleine Herausforderung war das Ausklinken der Dachpfannen, damit diese die Variohooks nicht berühren.
Links die Dachpfanne mit Markierung, rechts nach dem Ausklinken mit einem Winkelschleifer.
Die Schienen sind montiert. Am nächsten Tag wurden dann die Module befestigt.
Die Kabel sind unter dem Dach geführt.
Dann folgte das dritte Modul. Dafür musste der begrünte Schuppen vorbereitet werden. (Man beachte die Micro-Solaranlage in der linken Ecke)
VorherNachher
So sieht es am Ende aus!
Und nun wird geerntet.
openDTU Display
Liebe Grüße aus Bramfeld und vielen Dank für die gute Vorbereitung (bei der Abholung der Module) und weitere Unterstützung.
Eine Photovoltaikanlage zum Selbstbauen im Unterricht
SoliSolar hat durch Unterstützung der Hamburger Klimaschutzstiftung eine PV-Anlage zum Selbstbauen im Unterricht von der Münchener Initiative solarbildung.org.
Im Frühjahr 2025 haben wir mit SchülerInnen der Lessing-Stadtteilschule in Hamburg-Harburg Premiere gehabt und dort die Anlage auf der Messe Home2 durch die Schüler aufbauen lassen.
Auf der home² Messe konnten wir so einen besonderen Höhepunkt präsentieren: Schülerinnen und Schüler der Lessing-Stadtteilschule aus Hamburg-Harburg führten öffentlich und souverän die Montage des Solarkraftwerk-Bausatzes durch. Diese Präsentation folgte einem erfolgreichen Probeaufbau in ihrer Stadtteilschule und fand vor den Augen weiterer Schülerinnen und Schüler eines Hamburger Gymnasiums statt. Die Montage wurde zudem von den Schülerinnen gefilmt, was die Nachhaltigkeit und Dokumentation des Projekts zusätzlich unterstreicht.
Unsere Kooperation mit der Lessing-Stadtteilschule ist ein herausragendes Beispiel für praxisnahes Lernen im Bereich Erneuerbare Energien. Die Schülerinnen und Schüler konnten durch das Messen, Schrauben, Planen und Verstehen beim Aufbau unserer Lehr-PV-Anlage wertvolle Erfahrungen sammeln. Diese komplette Unterrichtseinheit inklusive PV-Anlage stellen wir Schulen gerne kostenfrei zur Verfügung, um das Bewusstsein für nachhaltige Energien weiter zu fördern.
Der Erfolg des Projekts zeigt sich nicht nur in der Begeisterung der teilnehmenden Schülerinnen und Schüler, die uns ein Video ihrer Arbeit geschickt haben, sondern auch in der direkten Anwendung: Die Tablets für den Unterricht werden nun sogar mit dem selbst erzeugten Solarstrom geladen.
Dieses Projekt hat eindrucksvoll gezeigt, wie durch gezielte Förderung und engagierte Zusammenarbeit innovative Bildungsansätze im Bereich Erneuerbare Energien realisiert werden können.
Ausführliche Montageanleitungen und weitere pädagogisches Hilfsmittel, Videos und Dokumentationen finden sich hier. Interessierten Schulen stellen wir die Anlage für den Unterricht gern zur Verfügung – auf Wunsch kommen unsere Aktiven auch gern zu dem Event direkt in den Unterricht. Wir haben eine Variante mit Wechselrichter für 230V und mit einer Messsteckdose zum Beobachten der erzeugten Leistung und Energie und eine Variante als Inselanlage, die ohne Netzanschluss auch auf dem Schulhof power gibt, z. B. für ein Pausenkonzert. Kontakt
5 x MB390, 5 x TRIC, davon einmal sogar mit Überblick tiefergelegt
“Boarding completed” hieß es am 8.7.2025 in dieser Eimsbütteler WEG: Alle Etagen haben nun ihr Meyer Burger full black 390W Balkonkraftwerk. Gerade noch rechtzeitig, denn das letzte Modul des insolventen deutch/schweizerischen Herstellers Meyer Burger ist nun verbaut, und wir schwenken um auf Made in Germany by “Heckert Solar” mit nemo 4.2 Modulen.
Auch diese natürlich in full black, aber auch nur noch Restbestände. Berlin hat es geschafft: Die deutschen PV Hersteller haben alle aufgegeben, hier zu produzieren. Wir werden abhängig vom Ausland, von Asien und vor allem von China und insbesondere der Region Xinjiang, in der die Uighuren in Zwangsarbeit brutal unterdrückt werden, aus der aber weltweit die mit Abstand meisten Solarzellen stammen – da kann man nur sagen “bloody cheap“.
Balkone ohne Gitter sind nicht aussichtslos. Aber wir mussten tief in die Trickkiste greifen, um hier ein Balkonkraftwerk zu realisieren. Nun ist die Freude groß. Das Balkonkraftwerk hängt sicher an seiner Halterung, einer Sonderanfertigung. Hier zeigen wir, wie es geht.
Die Ausgangslage
Über der dreißig Zentimeter dicken Mauer schwebt in 12cm Höhe ein kleines Geländer, das sich als besonderes Hindernis herausstellen wird. Für einen stabilen U-Winkel zum Einhängen der Halterung ist das Geländer nämlich im Weg.
Maß nehmen
Zunächst hat der Bauherr sich eine einstellbare Halterungs-Schablone von SoliSolar geholt, damit die wichtigen Maße genommen werden können.
Halterungs-Schablone im Einsatz
Rechts außen erkennt man eine K2 SolidRail Schiene, an der das Modul befestigt wird.
Montage
Die Halterungs-Schablone (unten) dient als Muster für den dreiteiligen U-Winkel (oben). Sie besteht aus einem mittleren Alu-Profil und zwei extra langen verstellbaren Edelstahlwinkeln. Mit zwei solchen U-Winkeln wird das Modul eingehängt. Jeder Winkel ist mit je zwei Hammerkopfschrauben doppelt an den Profilschienen verschraubt. Sicherheit geht vor! Ein EPDM-Gummi schützt den Balkon vor der Sperrzahnmutter.
Für die Montage entfernen wir zunächst den inneren Winkel. Nun schieben wir die Halterung mit bereits montiertem Solarpanel von außen unter der Brüstung durch. Ein Sicherungsseil und zwei kräftige Menschen halten das Modul. Schnell werden die inneren Winkel angesetzt, mit großen Schraubzwingen auf Spannung gebracht und dann fixiert.
Auf der Innenseite sichern Edelstahlbolzen die Halterung – und fertig!
Geschafft
Tipps zum Nachbauen
Materialliste für die Halterung 2 Schienen K2 Systems SolidRail (je Modulbreite+10cm) 2 Schienen TRIC HDC, brüstungsbreit 4 Universalendklemmen K2 Systems 4 Endkappen K2 Systems 2 Streifen 3,5cm breit EPDM-Gummi 1cm dick 12 Hammerkopfschrauben M8x16mm 12 Sperrzahnmuttern M8 4 Edelstahlwinkel 5*40mm Profil, Abmessungen projektabhängig 2 Schrauben und ggf. Dübel zum Befestigen innen 2 M8 Zylinderschrauben als Sicherungsbolzen mit je 2 M8 Muttern
Werkzeuge 2 große Schnellspanner 13er Maulschlüssel 6er Imbus Stabilen Tampen zum Sichern während der Montage
Die Winkel kann man sich beim Schlosser anfertigen lassen, bei Dienstleistern im Netz bestellen – oder wie wir es machen, mit einem Winkelbieger um die Ecke zwingen und dann mit M8 Bohrungen versehen. Hilfreich ist ggf. auch ein Gewinde im oberen Bereich des inneren Winkels, damit man dort einfach mit M8 Schrauben zusätzlichen Spanndruck ausüben kann. Die HDC Profile kann man durch Solidrail-Profile uU ersetzen.
Die Winkel kann man sich beim Schlosser anfertigen lassen, bei Dienstleistern im Netz bestellen – oder wie wir es machen, mit einem Winkelbieger um die Ecke zwingen und dann mit M8 Bohrungen versehen. Hilfreich ist ggf. auch ein Gewinde im oberen Bereich des inneren Winkels, damit man dort einfach mit M8 Schrauben zusätzlichen Spanndruck ausüben kann. Die HDC Profile kann man durch Solidrail-Profile uU ersetzen.