LOMA – Auftakt am 30. April 2022

Sebastian und Volker vor dem Balkonkraftwerk

Das war ein toller Start auf dem Lokstedter Marktplatz LOMA in der Grelckstraße zur Vorbereitung der ersten Sammelbestellung von Balkonkraftwerken. Über 70 interessierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Lokstedt, Schnelsen, Niendorf und anderen Stadtteilen sind unserer Einladung im Niendorfer Wochenblatt, auf nebenan.de, auf der Webseite der Zukunftswerkstatt Lokstedt, Plakaten und am Infotisch gefolgt.

Vielen Dank allen für die spannenden Fragen und die Ausdauer. Mit so einem großen Andrang hatten Sebastian, Gründer der Zukunftswerkstatt und Volker von SoliSolar-Hamburg nicht gerechnet. Seit Jahrzehnten schlittern wir immer schneller in den Klimawandel. Wir verabschieden uns langsam von Atom- und Kohle-Energie, und auch das Gas hat spätestens seit dem Krieg gegen die Ukraine seine Unschuld verloren. Neben der regulatorischen Verantwortung der Politik wird offenbar immer mehr Hamburgern klar, dass wir die Lokale Energiewende auch aktiv selbst gestalten müssen – und mit Sonnenstrom auch innerhalb einer Großstadt selbst mitgestalten können.

Sebastian und Volker vor dem Balkonkraftwerk

Seit anderthalb Jahren sind aus den einst illegalen „Guerilla-Kraftwerken“ nun legale Balkonkraftwerke geworden, mit denen man genehmigungsfrei bis zu 600 Watt Einspeiseleistung installieren darf. Solisolar-Hamburg hilft mit Sammelbestellungen, solidarischer Unterstützung und mit einer guten Vernetzung untereinander.

Wie Pilze schießen auch in Deutschland die Selbstbaugruppen aus dem Boden, z. B. in Bremen, Kassel oder Erlangen. Schon über 200.000 Balkonkraftwerke gibt es im Bundesgebiet, aber erst bescheidene 200 sind für Hamburg registriert.

In elf Schritten geht es zum eigenen Sonnenstromkraftwerk, egal ob am Balkon, auf der Terrasse, im Garten, auf dem Carport, auf dem Hausdach oder als Solartisch auf dem Balkon. Den kompletten Foliensatz haben wir inzwischen allen Interessenten per Email zugeschickt. Eine Kurzfassung findet Ihr hier.

Auch die Bürgerschaftsabgeordnete Lisa Kern kam zu dem Event und konnte unsere Forderung nach einer kommunalen Förderung der Balkonkraftwerke, wie sie schon in vielen anderen deutschen Städten erfolgt, gleich in die Bürgerschaft und zum Umweltsenator mitnehmen.