Balkonkraftwerk mit Speicher: Wie du mit Sensor & Zähler deinen Solarstrom wirklich selbst nutzt

Jetzt gibt es auch Stromspeicher für dein Balkonkraftwerk bei Solisolar – also genau den Speicher, mit dem du deinen Solarstrom fast vollständig selbst nutzen kannst. Ein Solarspeicher kann eine ziemlich coole Sache sein: Du bist auf Arbeit, die Sonne knallt aufs Balkonkraftwerk, aber dein Solarstrom fließt ungenutzt ins öffentliche Stromnetz. Abends kommst du nach Hause, schaltest Licht, E-Herd oder Spülmaschine ein und kaufst teuren Netzstrom ein, obwohl dein Balkonkraftwerk tagsüber genug Energie produziert hat. Mit einem Stromspeicher für dein Balkonkraftwerk kannst du diesen selbst erzeugten Solarstrom abends und nachts verbrauchen und deine Stromkosten deutlich senken.

Solarrechner zeigt, was es bringt

Mit dem Solarrechner der HTW Berlin kannst du dir genau anzeigen lassen, wie sich ein Balkonkraftwerk mit Speicher gegenüber einem Balkonkraftwerk ohne Speicher verhält:

Vergleich mit und ohne Batterie liefert: Stromerzeugung pro Jahr
Vermiedener Strombezug pro Jahr
Nutzungsgrad
Selbstversorgung
Jährliche Ersparnis
Ersparnis in 15 Jahren (0,33c/kWh)
Investition
Bilanz nach Betrachtungszeitraum
Stromgestehungskosten pro kWh
Amortisationszeit
CO2-Einsparung in 15J
Eigenverbrauch, Autarkiegrad, eingespeister Strom, Amortisationszeit (mit Stromfühler!).

Seit die Preise für Batteriespeicher und kompakte PV-Speicher deutlich gefallen sind, kann sich ein Stromspeicher im Idealfall schon nach relativ wenigen Ladezyklen und Jahren Nutzungsdauer rechnen – je nachdem, wie viel Solarstrom du tagsüber ins Netz schickst und wie hoch dein Strompreis ist. Hier findest du eine Überblick über unsere Kosten bei Sammelbestellung.

Praxis

Was dir solche Rechner aber kaum zeigen: die typischen Praxisprobleme bei Stromspeichern in Mietwohnungen und Einfamilienhäusern. Wenn der Solarspeicher nicht weiß, wann in deiner Wohnung wirklich Strom verbraucht wird, gibt er Energie nur nach Zeitplan oder auf Verdacht ab. Du kannst feste Zeiten für deinen Batteriespeicher programmieren, aber dann passt du dein Leben an den Speicher an – und nicht umgekehrt. Sobald du deinen Alltag änderst, fließt der Solarstrom wieder ungenutzt ins Netz, du musst trotzdem Netzstrom zukaufen oder der Speicher ist genau dann leer, wenn du Strom brauchst.

Stromsensor einfach erklärt

Große Photovoltaikanlagen mit Batteriespeicher arbeiten deshalb immer mit einem Stromsensor (Stromfühler) hinter dem Netzzähler. Dieser Sensor misst, ob Strom ins öffentliche Netz eingespeist wird oder vom Netz bezogen wird, und steuert den Speicher so, dass eine Nulleinspeisung erreicht wird: Es wird kein Solarstrom eingespeist, solange der Speicher noch nicht voll ist, und es wird kein Strom vom Netz gekauft, solange im Stromspeicher noch genug Energie vorhanden ist. Ohne diesen Stromsensor wird ein Solarspeicher schnell zum teuren Spielzeug, das der Energiewende und deinem Geldbeutel nur begrenzt hilft.

Der Haken: Der Stromfühler muss meist im Zählerschrank von einer Elektrofachkraft eingebaut werden. Im Zählerkasten müssen dafür Leitungen umgeklemmt werden, damit der Strom durch den Sensor geführt wird, oder es werden Messringe (Stromwandler) auf die drei Phasen gesetzt, die den Stromfluss erfassen und ihre Messwerte per Funk an den Speicher schicken. Das wird mehrere Hundert Euro zusätzlich kosten, und in der Regel muss der komplette Stromzählerkasten erst auf den aktuellen Stand der Technik gebracht werden. Deshalb ist es sinnvoll, zunächst einige Monate (besser: einen ganzen Jahreszyklus) zu beobachten, wie viel Solarstrom dein Balkonkraftwerk ohne Speicher tatsächlich ungenutzt ins Netz einspeist. Daraus kannst du recht gut abschätzen, ob und wann sich ein Stromspeicher wirtschaftlich lohnt.

Spannend wird es bei Speichern, die mit einem Infrarot-Sensor am digitalen Zweirichtungszähler zusammenarbeiten. Viele moderne Stromzähler haben ein optisches Auslesefenster, über das Leistung, Stromflussrichtung und Zählerstände ausgegeben werden können. Ein kleiner Infrarot-Sender wird einfach aufgeklebt und funkt die Messdaten direkt an den Solarspeicher. Das darfst du im Regelfall selbst montieren, brauchst also keine Elektrofachkraft extra für den Sensor. Wie und welche Daten der Zähler über diese Schnittstelle rausgibt, hängt vom jeweiligen Zählermodell und dessen Konfiguration ab; meistens musst du dafür eine PIN bei deinem Netzbetreiber anfordern und kannst dann mit dem Sensor selbst oder einer Taschenlampe die Daten am Zähler freischalten. Genau hier entscheidet sich, ob dein Speicher wirklich geschickt auf deinen Stromverbrauch reagiert oder nur stur sein Programm abspult.

Schwierige Fälle

In der Praxis wird es dann schnell tricky: In vielen Mehrfamilienhäusern sitzen die digitalen Stromzähler im Keller in einem verplombten Schrank. An so einen Zähler kommst du ohne Elektriker kaum ran, um den Infrarot-Sensor für deinen Stromspeicher aufzukleben. Der Sensor braucht zudem eine dauerhafte Stromversorgung über Steckdose oder Batterie und eine zuverlässige Funkverbindung zum Speicher – WiFi oder proprietärer Funk reichen über mehrere Etagen oft nicht ohne Repeater. Und natürlich ist die Frage: Hast du schon einen geeigneten Zweirichtungszähler mit optischer Schnittstelle, oder wartest du nach der Anmeldung der Balkon-PV-Anlage erst einmal auf den Zählertausch?

Obendrein hat fast jedes Zählermodell eine eigene Datenschnittstelle, ein anderes Protokoll und teilweise unterschiedliche Versionen. Nicht jeder Infrarotsensor arbeitet mit jedem Smart Meter zusammen. Da kann es passieren, dass du erst nach viel Frickelei und Lehrgeld doch eine Elektrofachkraft brauchst, die zum Beispiel einen Stromsensor im Etagenverteiler deiner Wohnung montiert. Unser Solisolar-Speichermodell unterstützt einen Stromfühler, der mit vielen gängigen Zählertypen kompatibel ist – das muss aber im Einzelfall überprüft werden, bevor du den Speicher bestellst.

Wirtschaftlichkeit

Besonders wirtschaftlich sind Stromspeicher, die direkte Eingänge für den Anschluss der Solarmodule deines Balkonkraftwerks mitbringen. Dann brauchst du keinen separaten Wechselrichter für den Speicher, sondern schließt die PV-Module direkt an den Speicher an. Die Solarkabel werden entsprechend bis zum Speicher verlegt und bei Bedarf gemeinsam durch die Hauswand geführt. In der eigenen Wohnung ist das unkritisch, da die DC-Spannungen in diesem Bereich so niedrig sind, dass du diese Leitungen selbst verlegen darfst – ein Pluspunkt für alle, die ihren Balkonkraftwerk-Speicher möglichst einfach selbst installieren wollen.

Heizung, oh je

Steht der Speicher im Freien, kommst du zwar mit einer Außensteckdose und kürzeren Kabelwegen aus, dafür wirken aber Witterung und Temperaturänderungen stärker auf den Batteriespeicher. Hohe Temperaturen im Sommer und eisiger Ostwind im Winter lassen Akkus schneller altern. Einige Modelle aktivieren bei Frost sogar eine integrierte Heizung, um den Speicher zu schützen – genau dann, wenn Strom teuer ist und du eigentlich sparen wolltest. Standortwahl und Installationskonzept sind also ein entscheidender Teil der Planung deines Balkonkraftwerk-Speichers – und des Erfolgs.

Für unsere Solisolar-Sammelbestellung kannst du ganz einfach ein Foto deines Stromzählers hochladen. So prüfen wir vorab, ob ein zusätzlichder Infrarotsensor mit deinem digitalen Zwei­richtungs­zähler zusammenarbeitet und dein Solarspeicher wirklich intelligent auf Einspeisung und Verbrauch reagieren kann. Falls dein Zähler nicht kompatibel ist, bleibt als Option der Einbau eines Stromsensors durch eine Elektrofachkraft – oder du nutzt deinen Stromspeicher mit fest programmierten Zeiten und lebst damit, dass er nicht immer perfekt zu deinem Alltag passt – und Energie verschenkt wird.

Batteriespeicher für Balkonkraftwerke: Der Markt im Überblick

Der Markt für Batteriespeicher und Stromspeicher für Balkonkraftwerke ist riesig und verwirrend. Die Speichergröße in kWh muss ungefähr zu deinem Jahresstromverbrauch passen – der Solarrechner der HTW Berlin zeigt dir das schnell. Wir bei Solisolar haben uns für ein kostengünstiges Einstiegsmodell entschieden, das du problemlos schrittweise erweitern kannst (von 2 kWh auf bis zu 10 kWh). Betrieb ohne Cloud, DC-Kopplung für 4 Solarmodule, Notstrom-Steckdose und ein flexibler Infrarot-Sensor bietet unser Baattereispeicher ebenfalls. Hier erklären wir das:

AC- vs. DC-gekoppelte Stromspeicher: Der entscheidende Unterschied

Die Anschlussart deines Balkonkraftwerk-Speichers bestimmt die ganze Systemarchitektur:

  • AC-gekoppelte Speicher haben nur einen simplen Netzstecker, du kannst sie überall im Haushalt anstecken, sie frieren nicht ein und brauchen keine Heizung. Super flexibel, aber…
  • DC-gekoppelte Speicher haben zwei fette Vorteile: Du sparst den extra Wechselrichter, weil die Solarmodule direkt an den Speicher gehen. Und mega-wichtig: Bei mehr als zwei Modulen muss dein Balkonkraftwerk normgerecht auf 800 VA begrenzt sein – Mittags wird dann viel Solarpotenzial einfach nicht erst erzeugt, die Spitze wird einfach gekappt (Clipping!). Ein DC-Speicher puffert diesen Überschuss und gibt später maximal 800 VA ab. Viele Balkonisten geben aber “volle Kraft voraus” ohne Begrenzung – nicht normgerecht, aber verlockend. Es gibt auch Hybrid-Modelle, wo du den vorhandenen Wechselrichter direkt in die Batterie steckst und so >800 VA machst.
AC-Kopplung oder DC-Kopplung?

AC oder DC? Hängt von deiner Modulanzahl, deinem Standort und ob du Kabel durch die Wand ziehen willst ab.

Cloudzwang bei Batteriespeichern: Verlockend und gefährlich

Ein gern ignoriertes Thema: Die meisten Solarspeicher brauchen eine permanente Verbindung zu chinesischen Servern – für Steuerung, Updates und eine schicke App-Leistungskurven. Klingt toll, ist aber ein Sicherheitsrisiko (Hacker, machtpolitischer Missbrauch). Das BSI und wir raten dringend ab! Gute Balkonkraftwerk-Speicher laufen lokal ohne Cloud – oft braucht nur die Inbetriebnahme mal kurz Internet zum Hersteller.​

Notstromfunktion: Perfekt für Krisen oder Gartenhaus

Batteriespeicher mit Notstromsteckdose sind der Hammer für Gartenhausbesitzer oder Blackout-Szenarien: Netz aus? Über eine separate Dose läuft deine Kühltruhe oder das Notlicht stundenlang – bis die Sonne wieder scheint. Normale Balkonkraftwerke schalten sofort ab, wenn der Netzstecker gezogen oder Netzstrom wirklich mal weg ist (kein Inselbetrieb).

Unsere Solisolar-Empfehlung für deinen Balkonkraftwerk-Speicher

  • Vorab messen: Ein Jahr lang deine Einspeise-Energie tracken (Messteckdose).
    So siehst du, wie viel Solarstrom wirklich ungenutzt ins Netz geht.
    Höchstens soviel könnte dank Speicher theoretisch zusätzlich selbst genutzt werden.
  • Rechnen: Oft fällt die Entscheidung dann gegen einen Speicher aus.
  • Nur bei optimaler Ausrichtung 30° Süd, schattenfrei, 2-4 Module
  • Module direkt an der Batterie anschließen (erspart den Wechselrichter)
  • Alternativ: Wechselrichter direkt an die Batterie anschließen
    (keine 800VA Kappung)
  • Unbedingt Nulleinspeisung mit Stromfühler
    • Stromfühler benötigt WiFi-Verbindung zwischen Zählerkasten und Batterie (Entfernung beachten!)
    • Infrarot-Sensor geeignet?
      Andernfalls Montage üblicher Stromfühlers durch Elektrofachkraft!
    • Selbstmontage eines kompatiblen Infrarot-Stromfühlers (SoliSolar)
  • Kleinster Speicher ist i.d.R. der wirtschaftlichste
  • Mehrkosten Material ab ca. 400 €